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Das Erbe des Salzhändlers


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Rezension von

webcritics Administrator

Das Erbe des Salzhändlers Anselm Zierl, Salzhändler zu Innsbruck, macht sich im Sommer des Jahres 1158 auf den Weg nach Augsburg um Salz zu verkaufen. Zu dieser Zeit erreicht der Streit zwischen Herzog Heinrich dem Löwen und Bischof Otto von Freising um die Zolleinnahmen der Feringa-Brücke über die Isar seinen Höhepunkt. Als Anselm Zierl mit seinem Tross die Brücke überquert, geht diese in Flammen auf und reißt die Familie in den tosenden Fluss. Nur sein Sohn Kai überlebt die Katastrophe mit viel Glück. Junker Gottfried, der in Diensten des Herzogs Heinrich steht, rettet ihn aus dem Fluss und nimmt sich seiner an. Kai kann sich bis auf seinen Namen an nichts mehr erinnern und lebt, von einem Albtraum geplagt, an Heinrichs Hof, wo er viel über das Leben der Ritter und Edelleute lernt. Durch einen Zufall bekommt er einen Hinweis auf seine Vergangenheit und macht sich auf nach Innsbruck, um sein rechtmäßiges Erbe einzufordern. Doch bei seinen Verwandten stößt er auf wenig Gegenliebe und gerät an Intrigen, Habgier und Verrat … Die Geschichte beginnt, nach einem kurzen Prolog, gleich spannend auf den ersten Seiten und man möchte wissen, was das Schicksal für Kai noch bereithält. Das Buch ist wunderbar flüssig und interessant geschrieben und man kann sich gut in die Zeit hineinversetzen. Die große Schwäche zeigt sich jedoch immer mehr, je weiter man sich dem Ende nähert. Die Charaktere wirken leider nicht ausgereift und auch die Geschichte hat Unstimmigkeiten bzw. bringt Handlungsstränge nicht wirklich zu einem Ende. Besonders stark ist das beim Protagonisten Kai zu merken. Seine Handlungen sind für mich nicht immer nachvollziehbar und auch das Ende der Geschichte will nicht ganz zum Titel passen. Ein Beispiel ist der (namensgebende) Konflikt von Kai mit seinem Onkel um sein Erbe. Erst möchte er unbedingt nach Innsbruck und dort seinen rechtmäßigen Teil des Erbes erhalten um sich sein eigenes Leben aufzubauen. Als er es nicht direkt schafft, entscheidet er sich (auch recht plötzlich) für einen anderen Weg. Obwohl das Erbe und die Anerkennung für Ihn wichtig waren, kommt dieses Motiv nicht wieder im Buch zum tragen und auch der Konflikt wird für den Leser nicht zufrieden stellend gelöst. Das ist natürlich sehr frustrierend und schränkt das Lesevergnügen deutlich ein, besonders, da es mehrere dieser Fälle gibt. Fazit: Ein solide geschriebener historischer Roman, der leider an inhaltlichen Schwächen krankt und daher höchstens für Leser interessant ist, die besonders gern und zahlreich historische Romane lesen. Alle Anderen sollten zu den vielen vorhandenen Alternativen greifen. Jeder, der trotzdem einen Kauf erwägt, sollte jedoch warten, bis die Paperback-Ausgabe erhältlich ist.

Anselm Zierl, Salzhändler zu Innsbruck, macht sich im Sommer des Jahres 1158 auf den Weg nach Augsburg um Salz zu verkaufen. Zu dieser Zeit erreicht der Streit zwischen Herzog Heinrich dem Löwen und Bischof Otto von Freising um die Zolleinnahmen der Feringa-Brücke über die Isar seinen Höhepunkt. Als Anselm Zierl mit seinem Tross die Brücke überquert, geht diese in Flammen auf und reißt die Familie in den tosenden Fluss. Nur sein Sohn Kai überlebt die Katastrophe mit viel Glück.

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Junker Gottfried, der in Diensten des Herzogs Heinrich steht, rettet ihn aus dem Fluss und nimmt sich seiner an. Kai kann sich bis auf seinen Namen an nichts mehr erinnern und lebt, von einem Albtraum geplagt, an Heinrichs Hof, wo er viel über das Leben der Ritter und Edelleute lernt. Durch einen Zufall bekommt er einen Hinweis auf seine Vergangenheit und macht sich auf nach Innsbruck, um sein rechtmäßiges Erbe einzufordern. Doch bei seinen Verwandten stößt er auf wenig Gegenliebe und gerät an Intrigen, Habgier und Verrat …

Die Geschichte beginnt, nach einem kurzen Prolog, gleich spannend auf den ersten Seiten und man möchte wissen, was das Schicksal für Kai noch bereithält. Das Buch ist wunderbar flüssig und interessant geschrieben und man kann sich gut in die Zeit hineinversetzen. Die große Schwäche zeigt sich jedoch immer mehr, je weiter man sich dem Ende nähert. Die Charaktere wirken leider nicht ausgereift und auch die Geschichte hat Unstimmigkeiten bzw. bringt Handlungsstränge nicht wirklich zu einem Ende.

Besonders stark ist das beim Protagonisten Kai zu merken. Seine Handlungen sind für mich nicht immer nachvollziehbar und auch das Ende der Geschichte will nicht ganz zum Titel passen. Ein Beispiel ist der (namensgebende) Konflikt von Kai mit seinem Onkel um sein Erbe. Erst möchte er unbedingt nach Innsbruck und dort seinen rechtmäßigen Teil des Erbes erhalten um sich sein eigenes Leben aufzubauen. Als er es nicht direkt schafft, entscheidet er sich (auch recht plötzlich) für einen anderen Weg. Obwohl das Erbe und die Anerkennung für Ihn wichtig waren, kommt dieses Motiv nicht wieder im Buch zum tragen und auch der Konflikt wird für den Leser nicht zufrieden stellend gelöst. Das ist natürlich sehr frustrierend und schränkt das Lesevergnügen deutlich ein, besonders, da es mehrere dieser Fälle gibt.

Fazit: Ein solide geschriebener historischer Roman, der leider an inhaltlichen Schwächen krankt und daher höchstens für Leser interessant ist, die besonders gern und zahlreich historische Romane lesen. Alle Anderen sollten zu den vielen vorhandenen Alternativen greifen. Jeder, der trotzdem einen Kauf erwägt, sollte jedoch warten, bis die Paperback-Ausgabe erhältlich ist.

geschrieben am 26.10.2006 | 421 Wörter | 2272 Zeichen

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